Filtern
Dokumenttyp
- Vortrag (11)
- Beitrag zu einem Tagungsband (2)
- Sonstiges (1)
Sprache
- Deutsch (14)
Referierte Publikation
- nein (14)
Schlagworte
- Korrosion (13)
- Nichtrostende Stähle (6)
- Atmosphärische Korrosion (5)
- Nichtrostender Stahl (5)
- KorroPad (4)
- Auslagerung (3)
- Edelstahl rostfrei (3)
- Korrosionsschutz (3)
- Passivität (3)
- Tunnel (3)
Organisationseinheit der BAM
Eingeladener Vortrag (wissenschaftliche Konferenzen)
- nein (11)
Der Vortrag behandelt die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Korrosionsbeständigkeit rostfreier Stähle sowie gängige und neue Prüfmethoden zur Bewertung ihrer Widerstandsfähigkeit. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen Werkstoff, Verarbeitung, Medium und Konstruktion, insbesondere die Auswirkungen von Kalt- und Warmumformung, Schweißprozessen und Oberflächenbehandlungen wie Beizen oder Elektropolieren auf die Passivschichtbildung. Verschiedene Korrosionsarten – darunter Loch-, Spalt-, interkristalline und Spannungsrisskorrosion – werden hinsichtlich ihrer Entstehungsmechanismen und Prüfmethoden erläutert. Abschließend wird mit dem KorroPad®-Verfahren ein praxisnahes, schnelles Prüfverfahren vorgestellt, das die lokale Anfälligkeit von Oberflächen gegenüber Lochkorrosion sichtbar macht und zur Optimierung von Fertigungs- und Nachbearbeitungsprozessen dient.
Der Vortrag behandelt die systematische Auswahl nichtrostender Stähle unter Berücksichtigung mechanischer, chemischer und wirtschaftlicher Kriterien. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von Werkstoff, Medium und Umgebung, das die Korrosionsbeständigkeit als Systemeigenschaft bestimmt. Anhand von Kennzahlen wie Wirksumme, PRE(N) oder MARC wird die legierungsabhängige Beständigkeit gegenüber Loch- und Spaltkorrosion bewertet. Ergänzend werden Einflüsse wie Schwefelgehalt und Zerspanungsgüten auf das Korrosionsverhalten dargestellt. Der Vortrag zeigt praxisorientierte Hilfsmittel zur Werkstoffauswahl – darunter DECHEMA-Werkstofftabellen, ThyssenKrupp-Beständigkeitslisten und normative Vorgaben wie DIN EN 1993-1-4. Zudem werden typische Fehler bei der Werkstoffbestellung und -kennzeichnung erläutert und praxisnahe Empfehlungen gegeben, um korrosionsbedingte Schäden, etwa im Bauwesen oder bei Tunnelinstallationen, zu vermeiden.
Grundlagen der Korrosion
(2025)
Die vorgestellten Ergebnisse eines gemeinsamen Forschungsvorhabens der BAM, Straßen.NRW, LSBG, ISER und weiteren Partnern zeigen geeignete Duplexstähle für die Betriebs- und Sicherheitsausstattung in Straßentunneln, die in einer Parameterstudie in mehreren Straßentunneln umfassend untersucht worden sind. Spaltkorrosion war dabei die maßgebliche Korrosionsart und wurde als Bewertungskriterium herangezogen. Die Werkstoffgruppe CRC III mit einem PRE(N)-Wert von 24 bis 27 zeigte in den Untersuchungen eine nur ungenügende Spaltkorrosionsbeständigkeit. Das für die Wahrscheinlichkeit der Spaltkorrosionsbeständigkeit anzustrebende 95 %-Quantil wird erst bei PRE(N) > 34 erreicht. Die Erkenntnisse aus der Parameterstudie wurden in einem Pilotprojekt von Straßen.NRW umgesetzt, bei dem unter anderem Strahlventilatoren vollständig aus Duplexstahl 1.4462 gefertigt worden sind. Dadurch soll eine Nutzungsdauer von mindestens 35 Jahren sichergestellt werden.
Die Ausbildung einer stabilen Passivschicht ist entscheidend für den Korrosionsschutz nichtrostender Stähle. KorroPad® bietet eine schnelle, zerstörungsfreie Bewertung der Passivschichtstabilität und ist seit 2025 als DIN 50024 genormt. Die Methode ermöglicht eine 15‑minütige Vor‑Ort‑Prüfung ohne Spezialwissen und schließt die Lücke zwischen teuren Laborverfahren und fehlender prozessbegleitender Qualitätssicherung. Der Beitrag beschreibt Funktionsprinzip, Anwendung sowie Beispiele aus der Oberflächen- und Schweißnahtbearbeitung.