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Das Workshop-Format „Eltern stärken Eltern (ElsE)“ ist Teil der zweiten
Förderphase des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern: Vom Modellprojekt zum Transfer in die Fläche“. In dem Format werden Anliegen der sozialen und gesundheitlichen Chancengleichheit zur Sprache gebracht und gemeinsam mit Eltern, Fachkräften und kommunalen Verantwortlichen Möglichkeiten für konkrete Verbesserungen gesucht. Die Federführung für die Gestaltung und Umsetzung der Workshops lag bei den Eltern – über ihre Erfahrungen mit diesem Rollenwechsel berichten zwei der Peerforschenden.
Durch die aus dem Anspruch auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit resultierenden besonderen Beziehungen stellen sich ethische Fragen in der partizipativen Forschung anders als in der nicht partizipativen Forschung. Der Beitrag illustriert anhand des Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern“, was genau unter dem Prinzip der Schadensminimierung in der partizipativen Zusammenarbeit verstanden werden kann und welche Herausforderungen sich stellen.
Das Reflexionskartenset ist Ergebnis des Forschungsprojektes ElfE-Eltern fragen Eltern. Gesundheitliche Chancengleichheit gemeinsam mit Kita-Familien zu erforschen und zu verbessern, war übergreifendes Ziel des Projekts. Rund 20 Elternforschende haben als zentrales Thema dafür die Kommunikation zwischen Eltern und Kita-Fachkräften untersucht. Insgesamt 27 qualitative Leitfadeninterviews wurden von Eltern in der ersten Förderphase des Projektes (2015-2018) im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf und in Lauchhammer/Brandenburg geführt. Zunächst wurden daraus fünf Karten entwickelt, erprobt und evaluiert und im Dialog von Eltern und Kita-Fachkräften in der zweiten Förderphase (2018-2020) weiterentwickelt. Nun liegen insgesamt 12 Karten zu unterschiedlichen Begebenheiten im Kita-Alltag vor zu Themen wie pädagogischen Fragen, dem Informationsaustausch, Bringe- und Abholzeiten, der Selbstbestimmung der Kinder sowie der Eingewöhnung und dem Übergang in die Schule. Ausgangspunkt jeder Karte ist ein aus Elternsicht geschildertes Alltagsbeispiel aus den Interviews. Eine farbige Illustration lockert die Darstellung zusätzlich auf. Nach den Erfahrungen der beteiligten Kita-Fachkräfte schildern die Beispiele Herausforderungen in der Kommunikation mit Eltern. Dabei werden auch Dilemmasituationen aufgezeigt, in denen die Perspektiven der Eltern ebenso wie die der Fachkräfte nachvollziehbar sind und Berechtigung haben. Daher sollen die Fragen auf den Karten helfen, einen besseren Umgang mit solchen Situationen zu finden. Platz für eigene Notizen gibt es auch.
Das Kartenset ist u.a. gedacht zur Verwendung in
- Teambesprechungen und gemeinsamen Reflexionen,
- internen wie externen Fortbildungen,
- Auswertung spezifischer Alltagssituationen wie Eingewöhnung und Entwicklungsgespräche,
- der Ausbildung von Kita-Fachkräften,
- der internen Konzeptentwicklung.
Ziel ist, einen Perspektivwechsel anzuregen und somit einen Beitrag zu leisten für einen respektvolleren Umgang, mehr Augenhöhe und gegenseitige Wertschätzung in der Beziehung zwischen Erzieher_innen und Kita-Eltern.
In der ersten Förderphase des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern" wurde gemeinsam mit Eltern mit Kindern im Kita-Alter ein umfassender Forschungsprozess durchgeführt. Im Zentrum stand die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Fachkräften gestärkt werden kann. Mit Hilfe des Films werden wichtige Aussagen aus den durchgeführten Interviews und den Forschungswerkstätten an andere Eltern weitergegeben. Der Schwerpunkt des Films liegt darauf, was Eltern tun können, um den Beziehungsalltag mit Kita-Fachkräften in gegenseitigem Respekt und Vertrauen zu leben. Dies stärkt die Chancengleichheit.
Der ElfE-Film ist gedacht, beispielsweise auf Elternabenden oder in Elterngruppen ein Gespräch zwischen Eltern oder auch mit Fachkräften darüber anzuregen, wie eine gute Zusammenarbeit gelingen kann. Das Spektrum der im Film angesprochenen Themen ist sehr weit, daher wurde ein ergänzender Leitfaden entwickelt, der dabei helfen soll, die Diskussion in der Gruppe auf zwei bis drei konkrete Themen zu begrenzen. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Erprobung und gute Gespräche.
In der ersten Förderphase des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern" wurde gemeinsam mit Eltern mit Kindern im Kita-Alter ein umfassender Forschungsprozess durchgeführt. Im Zentrum stand die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Fachkräften gestärkt werden kann. Das "ElfE-Info" zeigt diesen Prozess im Überblick.
In der zweiten Förderphase des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern:Vom Modellprojekt zum Transfer in die Fläche“ wurde unter anderem erprobt, wie Partizipation von Eltern in einem „kompakten“ Workshop-Format umgesetzt werden kann.
Dieses Format nennen wir „Eltern stärken Eltern (ElsE)“. In insgesamt acht Terminen wird hier eine gemeinsam definierte Fragestellung erforscht.
In der medizinischen Forschung hat sich die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen verbindlich etabliert. Dabei werden in der Regel die Kriterien informiertes Einverständnis und Freiwilligkeit, Schadensminimierung sowie Vertraulichkeit und Anonymisierung zugrunde gelegt. Auch in der sozialwissenschaftlichen Forschung und ebenso in der in Deutschland noch wenig verbreiteten partizipativen Forschung gewinnt die Auseinandersetzung mitethischen Fragen an Bedeutung. Durch die aus dem Anspruch auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit resultierenden besonderen Beziehungen stellen sich ethische Fragen in der partizipativen Forschung anders als in der nicht partizipativen Forschung. In diesem Beitrag wird im Rahmen einer u.a. auf eine Dokumentenanalyse gestützten Prozessreflexion anhand eines Fallbeispielsaus der partizipativen Gesundheitsforschung illustriert, was genau unter Schadensminimierung verstanden werden kann. Das Fallbeispielstellt dies aus Sicht der Wissenschaft wie der Forschenden aus der Lebenswelt dar. Die Reflexion zeigt, welche Herausforderungen in der partizipativen Zusammenarbeit vor allem aus Sicht der Forschenden aus der Lebenswelt im partizipativen Prozess zu Beeinträchtigungen und damit zu einem Schadensrisiko führen können. Dabei geht es z.B. um Enttäuschungen, wenn dem Wunschnach einer individuellen Unterstützung in einem Forschungsprozess nicht ausreichendgefolgt werden kann. Aus den gesammelten Erfahrungen werden Schlussfolgerungen für den Umgang mit ethischen Aspekten in partizipativen Forschungsprojekten abgeleitet. Außerdem wird aufgezeigt, wie die Verknüpfung mit dem Diskurs in der nicht partizipativen qualitativen Forschung für eine Stärkung der ethischen Auseinandersetzung im partizipativen Prozess genutzt werden kann.
Parents Asking Parents – An Inclusive Architecture for Local Research Co-operation in Germany
(2018)
Für einen über Erasmus+ organisierten Austausch mit der Western Norway University of Applied Sciences in Bergen/Norwegen im März 2018 wurde die erste ElfE-Förderphase (2015-2018) im Überblick dargestellt. Auf dem Poster finden sich Informationen zu den Projektzielen, der Projektstruktur, dem Peerforschungsprozess sowie zu den Ergebnissen in abstrahierter Form.
In der Forschung gewinnen partizipative Ansätze an Bedeutung. Der Einsatz partizipativer Methoden erfolgt meist ohne eine methodologische Auseinandersetzung oder den Bezug auf eine gemeinsame Systematik.
Auf der Grundlage eines Scoping-Reviews wird eine Systematisierung partizipativer Methoden vorgeschlagen. Damit wird ein Beitrag zum Diskurs über partizipative Methoden geleistet, die gesundheitliche Chancengleichheit fördern.