Die Theorie des geplanten Verhaltens (TPB) wird in Forschungsarbeiten der Umweltpsychologie häufig genutzt. Allerdings zeigt die vorliegende Analyse, dass die vermeintlich empirisch belegbaren Zusammenhangsannahmen tatsächlich pseudoempirisch sind und Begründungsmuster im Sinne der Kritischen Psychologie darstellen. Künftige Forschungsdesigns sollten entsprechend angepasst werden, um Pseudoempirie zu vermeiden. Kritisiert wird außerdem der zu enge Fokus der TPB auf individuelles Handeln, durch den die Betrachtung notwendiger kollektiver Veränderung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vernachlässigt wird.