FG Pflegewissenschaft und klinische Pflege
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Purpose: Professional housing advise in Germany is intended to provide advise seekers and relatives with reactive or preventative information about the options for designing age-appropriate, independent and self-determined housing and living in order to strengthen individual lifestyles, social relationships and networks. In Brandenburg, housing advise services are distributed differently from region to region, and housing conditions also vary: Most elderly people in Brandenburg live in rented accommodation, and some are also affected by low incomes and pensions. It is discussed whether energy-efficient refurbishment and structural measures can contribute to climate protection and prevent the segregation of living space. Technology advise and digitalization is becoming established in Brandenburg. The applications offer technical solutions for an intelligent home as a whole and support individual areas of life. Internationally, studies on housing counseling focus on medical aspects (Carnemolla & Bridge, 2020). Housing counseling is complex and includes numerous dimensions (Retkowski & Glunde & Hilbig, 2024). Older people's individual life stories also shape the way they live - the biography-oriented advisory approach should respect their housing preferences. In this context, preventive counseling approaches such as preventive home visits, which aim to strengthen the resources of older people and promote health, are relevant. In the transfer of knowledge on questions of living practice such as housing (Ludwig, 2008), areas of tension in the provision of services of general interest, demographic change and transformation are addressed. Therefore, an interdisciplinary view that combines sound social expertise and specialist skills from various fields must be brought together in a multi-professional negotiation process.
Methods: In order to research the structures of housing advise in Brandenburg, a professional online search was carried out using databases and search engines to identify the structure, funding and sponsorship. Three different search strings and defined inclusion and exclusion criteria were used. In addition, individual aspects of housing advice, such as funding and training, were empirically examined in an exploratory preliminary study by means of a survey. A qualitative survey using guideline-based interviews is being planned to investigate the characteristics of success for interdisciplinary housing and living advice processes, including both the perspectives of those affected and the advisors.
Results and Discussion: Housing advise is not uniform in Brandenburg and is offered by 45 contact points of the care support centers by full-time employees as free, outreach or telephone advise. In addition, independent providers and craft businesses are also involved in the advisory process. The aim of the study is to develop a standardized concept for housing advise that takes account of structural change and includes how multi-professional advise skills can be networked on an interdisciplinary basis. (Pflegestützpunkte Brandenburg, o. J. a. 2024; Andrews et al, 2007)
Hintergrund und Stand der Forschung: Häufig wird die erfolgreiche Implementierung von Leitlinien anhand der Leitlinienadhärenz von Angehörigen der Gesundheitsberufe (LAAG) gemessen. Die fehlende Definition des Konstruktes sowie heterogene Evaluationsmethoden führen zu Forschungsergebnissen, die bedingt vergleichbar, synthetisierbar sowie transferierbar sind.
Fragestellung und Zielsetzung, Hypothese: Ziel dieses Scoping Reviews ist die Identifizierung und Evaluation von Definitionen sowie Operationalisierungen von LAAG.
Methode: Das Scoping Review (Registrierungs-DOI doi.org/10.17605/OSF.IO/6RCJ3) wurde in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Joanna Briggs Institute konzipiert, die Berichterstattung folgt der PRISMA-ScR-Checkliste. Eingeschlossen wurden jegliche Publikationen in Englisch oder Deutsch, welche Definitionen oder Evaluationsmethoden von LAAG berichten. Begriffe wie ‚accordance‘, ‚alignment‘, ‚compliance‘, ‚concordance‘, … wurden synonym betrachtet. Publikationen ohne einen eindeutigen Bezug zu mind. einer medizinischen Leitlinie oder, die Adhärenz gegenüber Qualitätsindikatoren, Clinical Pathways oder institutionsinternen Leitlinien berichten wurden ausgeschlossen. Die Literaturrecherche erfolgte in MEDLINE (via PubMed), EMBASE (via Ovid) sowie der Cochrane Library. Zwei Autor*innenteams selektierten alle identifizierten Artikel in einem schrittweisen Prozess. Die Ergebnisse der Literaturrecherche sowie Merkmale und Zielparameter der eingeschlossenen Publikationen werden tabellarisch erfasst und sowohl deskriptiv als auch narrativ ausgewertet. In Übereinstimmung mit den Leitlinien für Scoping Reviews wird keine Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien vorgenommen, da diese keinen Einfluss auf die Relevanz der Daten hat.
Ergebnisse: Die Literaturrecherche erzielte 17.299 Treffer. Nach Entfernung der Duplikate wurden 13.411 Titel und Abstracts und 1.283 Volltexte gescreent. Vorläufig werden 503 Publikationen als geeignet betrachtet. Die Datenanalyse befindet sich zum Zeitpunkt der Abstracteinreichung in der Durchführung. Finale Ergebnisse werden im Rahmen des 22. DKVF präsentiert.
Diskussion: Die Ergebnisse des Reviews werden über das derzeitige Verständnis gegenüber LAAG sowie wissenschaftliche präferierte Evaluationsmethoden Auskunft geben.
Implikation für die Forschung: Ein einheitliches Verständnis von LAAG bildet die Grundlage für die systematische Evaluation des Konstrukts sowie die Sicherung und Optimierung der Versorgungspraxis. Weiterhin wird die Entwicklung eines standardisierten Messinstrumentes ermöglicht.
Fragestellung
Die Versorgung von Menschen mit Delir stellt für Angehörige der Gesundheitsberufe eine Herausforderung dar und ist oft mit Unbehagen und Frustration verbunden1. Fehlendes Wissen und negative Einstellung gegenüber Menschen mit Delir sind häufige Gründe, warum ein Delir unterschätzt oder ignoriert wird, was die Versorgungsqualität negativ beeinflusst. Das „Attitude Tool of Delirium (ATOD)“ ist ein Fragebogen, mit dem die Einstellung zu Delir anhand von 26 Items erfasst wird. Der Fragebogen wurde in Griechenland entwickelt und wissenschaftlich validiert. In der vorliegenden Untersuchung wird der Fragestellung nachgegangen, ob das deutschsprachige ATOD nach dem Übersetzungsprozess über gute Inhaltsvalidität verfügt.
Methodik
Um Verzerrungen am zu messenden Konstrukt durch den Übersetzungsprozess auszuschließen, sollte zunächst die Inhaltsvalidität durch Expert*innen eingeschätzt und anhand des Content Validity Index (CVI) quantifiziert werden. Im Rahmen eines Delphi-Verfahrens wurde ein Online-Fragebogen erstellt und an etwa 40 Expert*innen zum Thema Delir versandt. Die Relevanz der einzelnen Items wird dabei auf einer 4-stufigen Likert-Skala eingeschätzt und kann durch offene Kommentare ergänzt werden. Am Ende des Online-Fragebogens werden der Gesamteindruck zum Fragebogen, soziodemografische Daten und die berufliche Qualifikation sowie Berufserfahrung der Expert*innen erfasst. Nach Abschluss der ersten Runde des Delphi-Verfahrens werden die Rückmeldungen der Expert*innen ausgewertet. Zur Beurteilung der Relevanz des deutschsprachigen ATOD wird der CVI auf Item- (I-CVI) und auf Skalenebene (S-CVI) berechnet. Erreichen die einzelnen Items I-CVI-Werte zwischen 0,75 bis 1,0, kann eine Verzerrung des Konstrukts durch die Übersetzung ausgeschlossen werden. Unterschreiten einzelne oder mehrere Items I-CVI-Werte von 0,75, so müssen diese verworfen oder hinsichtlich der Formulierung überarbeitet werden5. Dafür werden die offenen Kommentare der Expert*innen herangezogen. Im Anschluss wird die Inhaltsvalidität der Items und des Gesamtfragebogens in einer zweiten Delphi-Runde erneut eingeschätzt.
Ergebnisse
Das Online-Delphi-Verfahren läuft derzeit noch.
Schlussfolgerungen
Wenn die Inhaltsvalidität bestätigt wird, wird die Anpassung des Fragebogens an den deutschen Sprach- und Kulturraum abgeschlossen sein. Der Fragebogen kann danach valide für die Erfassung der Einstellung von Angehörigen der Gesundheitsberufe zum Delir genutzt werden.
Die Simulation von Praxis- und Notfallsituationen ist ein wichtiges Instrument in der Hebammenausbildung. Sie bietet jedoch nicht nur die Möglichkeit, zu lernen, sondern auch das Gelernte zu überprüfen. Der rechtliche Rahmen hierfür ist gesteckt – so gelingen Prüfungen unter Simulationsbedingungen in der Praxis.
Background: Traditional journal club formats based on a presentation session followed by a group discussion are well-known in healthcare education but have many limitations. To overcome some of these, virtual journal club (VJC) formats using the learning management system (LMS) Moodle were developed. Aim: The aim of the study was to offer and compare three VJC formats (via forum, chat and videoconference) for nursing students of two universities in Germany and Finland and to report students’ satisfaction regarding structure, organisation, procedure and intercultural learning. Methodology: In this descriptive pilot study, 44 undergraduate nursing students (german: 16; finnish: 28) participated in three VJCs between December 2019 and January 2020. An online survey was conducted after each VJC to evaluate the VJC format. Results and Discussion: The VJC via videoconference scored best from the students’ point of view. Most of the participants thought that this kind of activity was educationally valuable, an opportunity to learn from other countries, useful in developing the ability to discuss scientifically in an other language and that it improved the individual academic development and training. Conclusion: In summary, the delivery of a VJC using LMS activities was simple, educationally valuable, and well regarded by undergraduate nursing students. A VJC seems a feasible method of delivering a journal club with the potential to foster international collaboration and improve intercultural competencies.